Zivilisation …

Nach drei Wochen Abgeschiedenheit und ganz nah an der Natur sehne ich mich wieder nach Zivilisation.
Lärm, Abgase, Menschengewurl, hupende Autos und Motorräder, blinkende Neonreklame – endlich wieder auf vertrautem Boden und keine kalten Füsse.

Dass uns auch Montezuma gleich zu Beginn mit einer heftigen Umarmung begrüßen würde, war eigentlich nicht ausgemacht, aber was nimmt man unter dem Rubrum Zivilisation nicht alles in Kauf.

Thamel, das Touristenviertel in dem wir in Kathmandu wohnen, versprüht einen ganz besonderen Charme. In vielen der winzigen Ladengeschäften sitzen Männer, die mit ihren antiquarischen Nähmaschinen in atemberaubenden Tempo T-Shirts mit den abstrusesten Motiven besticken. Yak Yak Yak – Greetings from Nepal, reimt sich zwar nicht besonders, schaut aber lustig aus.

Aus dem Geschäften nebenan dringt intensiver Räucherstäbchengeruch, hier kann man aus mehr als 200 Sorten dieser zweifelhaften Luftverbesserer wählen und ein paar Meter weiter gibt es echten Himalaja-Honig. In den Shops dazwischen dominiert gar nicht so echte Markenware aller Trekking- und Bergsportausrüster dieser Welt.

Damit der Übergang in die Bequemlichkeit der Zivilisation nicht allzu abrupt vor sich geht, dafür sorgt die tägliche Stromunterbrechung – zum notgedrungenen Energiesparen – von 14 Stunden. In Kombination mit einem Zimmer im 4. Stock bleibt so auch der Trainingseffekt unserer Solo Khumbu Tour längerfristig erhalten.

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